Schwitzhütte Erfahrungen Teil 3

Auszug aus meinem Buch „Im Bauch unserer Mutter Erde“

Gerne teile ich hier einige Erfahrungsberichte von Menschen die bei uns offene Schwitzhütten oder auch unser Sommercamp besucht haben. Gerne kannst auch du uns eine Rückmeldung schicken, wenn du bereits mit uns gemeinsam geschwitzt hast – wir freuen uns auf dein Feedback!

Heute teilen Kinder und Jugendliche ihre Erfahrungen der Schwitzhütte mit uns. Danke Joshua, Martin, Jerome, Fabienne und Fabian für eure Erzählungen!

Joshua, 13, Frankfurt
Kurz vor meiner ersten Schwitzhütte war ich sehr aufgeregt. Die Anderen sagten, es wäre gar nicht so schlimm, also hab ich mich auf sie eingelassen. Ich zog meine Badehose an und ging ganz gespannt durch die Türe vor dem Schwitzhüttenplatz. Dort brannte ein riesiges Feuer lichterloh. Wir mussten uns alle der Reihe nach drum herum stellen. Als ich dann vor dem Eingang der Hütte stand, hatte ich echt Respekt davor. Nachdem ich abgeräuchert worden war, fühlte ich mich richtig frei. In der Schwitzhütte musste ich mich neben die bereits anwesenden Leute setzen. Als dann alle Teilnehmer endlich saßen, wurde die Tür zugemacht und es wurde stockdunkel. Ich habe gedacht: ‚Was wird jetzt wohl passieren?’ Wir wurden erst ganz still und fingen dann an zu singen. Das hat mich immer freier gemacht. Als wir dann ein paar Lieder gesungen hatten, dachte ich: ‚Jetzt kann mir nichts mehr passieren.’ Als wir fertig gesungen hatten, ging die Schwitzhüttentür wieder auf und es wurden 5 weitere glühend heiße Steine in die Kuhle gelegt. Dann begann die 2. Runde und der Schwitzhüttenleiter bat uns, unser Krafttier zu rufen. Nach einem weiteren Lied und einem lauten AHO ging die Schwitzhüttentür wieder auf und wir bekamen alle etwas zu trinken, was sehr gut getan hat. Dann ging die Tür wieder zu und es wurde immer heißer und heißer. Deshalb haben sich schon einige auf den Boden gelegt. In der 3. Runde wurde es noch heißer und ich konnte kaum noch atmen. Also hab ich mich auch hingelegt. Am Boden war es schön angenehm kühl und so konnte ich dann alle 4 Runden durchhalten. Nach der Schwitzhütte war mein Körper richtig heiß und als ich wieder an der frischen Luft war, war das Gefühl sehr schön.

Martin, 14, Vorarlberg
Schwitzhütten sind heiß und dunkel. Bei meiner ersten Schwitzhütte war ich ca. 7 Jahre alt. Seither habe ich viele verschiedene Schwitzhütten erlebt. Ich habe auch schon die Aufgabe des Feuerhüters übernommen, was mir sehr viel Spaß macht. Bei meiner ersten Schwitzhütte, bei der ich den Feuerhüter machte, waren die Steine sehr groß und schwer. Trotzdem schaffte ich es, alle Steine in die Hütte zu tragen. Ich gehe gerne in Schwitzhütten, ich mag die Hitze, die in der Hütte entsteht. Das gemeinsame Singen der Lieder in der dunklen Hütte gefällt mir sehr gut. Dadurch ist die Hitze viel leichter zu ertragen.Wenn mir zu heiß wird, lege ich mich auf den kühlen Boden, das ist sehr fein. Nach einer Schwitzhütte fühle ich mich meistens sehr gut, erleichtert und frisch. Ich möchte gerne irgendwann selbst Schwitzhütten leiten, da mir dieses Ritual sehr gut gefällt.

Jerome, 6, Vorarlberg
Als ich das erste Mal in eine Schwitzhütte ging, war ich sehr neugierig, was da passieren wird. Als es dann ganz dunkel wurde, hatte ich erst ein bisschen Angst. Als wir angefangen haben zu singen, war die Angst weg. Es wurde immer wärmer in der Hütte, die Leiterin erzählte uns, es ist hier wie im Bauch von Mama, bevor wir geboren wurden. Dann haben wir zum lieben Gott gebetet und ganz viel geschwitzt. Wir haben viele Lieder gesungen und unsere selbstgebauten Rasseln gerasselt. Später bekamen wir dann auch Wasser zum Trinken. Das war das beste Wasser, das ich in meinem Leben getrunken habe. Als ich nach der Schwitzhütte raus kam, war mein ganzer Körper heiß, die frische Luft draußen war richtig fein auf meiner Haut. Ich werde gerne wieder in eine Schwitzhütte gehen, wenn sie nicht zu heiß ist.

Fabienne, 13, Vorarlberg
Schwitzhütten haben für mich jedesmal ein anderes Gefühl. Manche sind sehr anstrengen und andere sehr angenehm und leicht. Ich war schon in vielen Schwitzhütten. Bei meiner ersten Schwitzhütte war ich 6 Jahre alt. Die schönen Lieder in der Schwitzhütte gefallen mir am besten. Wenn es so heiß ist, ist es total schön, diese Lieder zu singen. Ich finde, wenn man laut mitsingt und sich nicht zu fest auf die Hitze konzentriert, ist es weniger heiß. Das merke ich an mir selbst. Oft mag ich mich auch gar nicht auf die Hitze konzentrieren. Manchmal sind mir die 4 Schwitzhüttenrunden fast zu viel, aber es macht mir nichts aus bis zum Schluss drinnen zu bleiben. In einer Schwitzhütte, die schon länger her ist, gefiel es mir gar nicht. Es kam mir vor, als ob sie stundenlang dauerte, dabei waren es wie immer nur ca. 20 Minuten pro Runde. Mir wurde schwindlig und ganz komisch. Erst wollte ich nicht rausgehen, weil ich die anderen nicht stören wollte. Dann rief ich doch „öffnet die Türe“ und ich ging hinaus. Das war total fein! Jede einzelne Schwitzhütte ist ein ganz anders Erlebnis und tut gut.

Fabian, 15, Vorarlberg
Meine erste Schwitzhütte besuchte ich mit 7 Jahren gemeinsam mit meiner Mama. Seither habe ich schon an vielen Schwitzhütten teilgenommen. An einem Männertag bauten wir eine Schwitzhütte gemeinsam mit unserem Lakota Freund Buckshoot. Er leitete auch die Schwitzhütte. Es war das erste Mal, dass ich mitgeholfen habe eine Schwitzhütte zu bauen. Es war eine sehr heiße Schwitzhütte, doch ich blieb alle 4 Runden drinnen. Bei einer anderen Hütte, die von Ben Cloud angeleitet wurde, war ich das erste Mal in einer Männerschwitzhütte. Ich war damals 11 Jahre alt und hatte mich für die „Männerweihe“ angemeldet. Der erste Schritt für die Männerweihe war diese Männerschwitzhütte. Eine so heiße Schwitzhütte hatte ich noch nie erlebt. Ich habe alle 4 Runden durchgehalten und danach war Ben sehr stolz auf mich – ich hatte den ersten Schritt zum Mann gemacht. Ich selbst war auch sehr stolz darauf, dass ich die ganze Zeremonie durchgehalten habe. Die gesamte Männerweihe dauerte dann noch 3 Jahre mit Visionssuche und vielen anderen Aufgaben. Ich gehe sehr gerne in Schwitzhütten, danach fühle ich mich immer wohlig erschöpft und erleichtert.

Am Karsamstag, dem 20.4.2019 findet unsere nächste und zugleich erste Schwitzhütte in diesem Jahr statt.
Weitere Infos findest du in unserem Kalender!

Noch viel mehr Informationen, unter anderem zur Geschichte der Schwitzhütte, findest du HIER!

A Herz,
Sabrina Dengel

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